Unsere Vorfahren, die Römer

Pont du Gard Arènes de Nîmes

Amphitheater von Nimes

Römischer Aquädukt

Das seit mehreren Hunderttausend Jahren besiedelte Departement Gard wurde vor allem durch die Römer geprägt. Römische Siedler haben nicht nur die weltweit grandiosesten Monumente hinterlassen, sie haben den Bewohnern auch eine Lebensart und eine weltoffene Sicht weitergegeben.

Der keltische Stamm, der Nîmes gegründet hat, gab der Stadt zwar ihren Namen nach dem Gott Nemausus. Aber die Römer haben der Stadt ihren Stempel aufgedrückt. Wie das Gallien von Narbonne erlebt die Stadt eine sanfte Romanisierung seit dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Die Römer betrachten die Gallier rücksichtsvoll als freie Menschen: einige bekommen die Staatsbürgerschaft und einen römischen Namen. Die keltische heilige Quelle wird zu einem dem Kaiser Augustus geweihten Sanktuarium. Der Herrscher aus Rom liebt die Stadt und ihre Einwohner. Die Colonia Augusta Nemausus, ideal an der Via Domitia, einer ab 118 v.Chr. gebauten Straße zwischen Italien und Spanien gelegen, bekommt eine Münze, auf der mit der Abkürzung Col Nem ein (ägyptisches) Krokodil an einer (römischen) Palme angekettet zu sehen ist. Beide sind heute noch immer das Wahrzeichen der Stadt. Mit den Römern, die die Kulturen der von ihnen Besetzten zu vermischen verstehen, entwickeln die Gallier und die künftigen Bewohner des Gard den Städtebau, Straßen, Sinn für Verwaltung und Handel, aber auch die Wesensart...

Im Untergrund haben die Römer ein „High-Tech“-Entwässerungsnetz hinterlassen. Sie haben dieses südliche Gallien an die Pflege der Tribüne, des Forums, des Gemeinsinns gewöhnt. Aber wie immer sind es die Steine, die alles überdauern. In Nîmes verdanken sie Kaiser Augustus, dem Wohltäter der Stadt, viel. Unter seiner Herrschaft entstand die Arena. Dieses 133 mal 101 Meter große Amphitheater, ein Veranstaltungsort mit 24.000 Plätzen, ist das besterhaltene der römischen Welt. Ein weiterer Beitrag, die Maison Carrée – tatsächlich rechteckig, was damals dasselbe bedeutete – ist weltweit der einzige antike Tempel, der seinem ursprünglichen Zustand so nahe geblieben ist. Die Tour Magne, der höchste Punkt der Stadt und das Augustus-Tor, Überreste der 6 km langen Stadtmauer, das Castellum, wo das Wasser des berühmten Pont du Gar ankam, und der Diana-Tempel ergänzen die Reihe der berühmten Monumente, die Nîmes von den Römern geerbt hat.

Im Departement Gard hat die Römerzeit außer einem großen Straßennetz auch bescheidenere Spuren hinterlassen, wie die Meilensteine in Beaucaire, alte Steinsäulen an der Via Domitia, oder Änderungen an den keltischen Oppida wie in Nages, Villevieille oder im Cäsar-Lager in Laudun. Unauffällig bis auf eines, das Juwel der Juwelen: der Pont du Gard. Das Bauwerk, das zum Unesco-Welterbe gehört, ist das Meisterwerk des Aquädukts, der ab der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts die Eure-Quelle bei Uzès mit Nîmes verband. Der Pont du Gard ist das Bauwerk aller Rekorde: weniger als 13 m Höhenunterschied auf 52 km Länge, 49 m hoch, weshalb er das höchste Bauwerk der Römerzeit ist, 52 Bögen auf drei Ebenen, ein Durchfluss von 400 l Wasser pro Sekunde! Unnötig zu sagen, dass man ihn unbedingt besichtigen muss. Der Ort hat einen sehr guten Museumsbereich, der Klein und Groß gefallen wird.

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DIE GROßEN SPIELE DER RÖMER, PEPLUM EN DIRECT

Hunderte von Statisten aus der ganzen Welt treffen sich hier jedes Jahr und bieten den Besuchern eine echte Vorführung der römischen Kultur. Wilde Wagenrennen, historische Nachbauten bis ins kleinste Detail, Gladiatorenkämpfe und monumentale Schlachten - die großen Spiele der Römer sind vor allem ein großes Schauspiel für die ganze Familie. An einem Wochenende im Mai schmückt sich die Hauptstadt des Gard mit Togen und vielen Zeremonien zu Ehren ihrer Geschichte. Jeder kann mitmachen, kann in die Haut eines römischen Bürgers des antiken Nîmes schlüpfen und nach Sensationen suchen. Aber mit dem echten Akzent, sicher !

GRANDE EXPO AU PONT DU GARD

Am Pont du Gard gibt es „La Grande Expo“, das größte Zentrum Frankreichs zur Erklärung der römischen Genialität in Bezug auf Baukunst; es erzählt die Geschichte des römischen Aquädukts. Modelle, virtuelle Nachbauten, Multimedia-Bildschirme und Klangvielfalt zeigen die Entdeckung der römischen Antike... Sie sollten es unbedingt mit der Familie ansehen !




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