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KULTUR IM GARD

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Sie werden schnell feststellen: das Gard ist authentisch. Zunächst verblüffen die vielfältigen, geschichtsträchtigen Landschaften, dann überraschen die reichhaltigen Bauwerke und Denkmäler. Abseits gelegene Höfe, bescheidene Bauernhäuschen, Herrenhäuser, Fabriken, Kapellen, Trockensteinhütten und simple Mauern... Die Bauten in den Farben der Erde - Creme, Ocker, Grau - bringen die Seele der Orte zum Ausdruck. Die Einheimischen - „les Gardois“ -, manchmal zurückhaltend, aber immer freundlich, öffnen im Hinterland gern Tür und Tor, um den Besucher an den subtilen Traditionen teilhaben zu lassen.
Authentizität heißt natürlich auch, an den herausragenden Schauplätzen die Vergangenheit mit den Augen zu begreifen und mit dem ganzen Körper zu spüren. Drei Kulturschätze des Gard wurden von der UNESCO auf die Liste des Welterbes gesetzt: der Pont du Gard, die Abteikirche Saint Gilles am Jakobsweg und die Causses und Cevennen mit ihren Landschaften, die typisch für den mediterranen Agropastoralismus sind. Neun Städte und Dörfer erhielten französische Gütezeichen: Die Römerstadt Nîmes, die Renaissancestadt Uzès und das mittelalterliche Beaucaire sind ‚Städte der Kunst und Geschichte‘, Aiguèze, La Roque-sur-Cèze und Montclus gehören zu den ‚schönsten Dörfern Frankreichs‘ und Lussan, Vézénobres und Barjac zählen zu den ‚Villages de caractère‘.
Die historischen Sehenswürdigkeiten sind aber nicht auf jene mit offiziellem Gütezeichen beschränkt, wie die mittelalterlichen Stadtmauern von Aigues Mortes, die Höhlenabtei Saint-Roman in Beaucaire und das Kartäuserkloster in Villeneuve-lez-Avignon beweisen. Im Departement Gard gibt es über 500 geschützte Bauwerke, von denen ein Drittel unter Denkmalschutz steht. Dem Wissensdurst förderlich sind auch Dutzende Museen und Schauplätze, die Kunst, Geschichte und regionale Besonderheiten lebendig zur Geltung bringen. Es ist hier nicht möglich, alle aufzuzählen. Aber es ist gut zu wissen, dass die weit zurückliegende und jüngere Vergangenheit u. a. im Préhistorama von Rousson, im Musée d‘Art sacré in Pont-Saint-Esprit und im sehr zeitgenössischen Carré d‘Art in Nîmes sehr präsent sind.